Information!

hreflang (hreflang-Attribut zur Sprach- und Länderauszeichnung)

Was das hreflang-Attribut der Suchmaschine sagt

Das hreflang-Attribut ist ein Signal an die Suchmaschine, welche Sprach- oder Länderversion einer URL für welche Nutzer gedacht ist. Es verknüpft die verschiedenen Fassungen eines Inhalts miteinander, damit im jeweiligen Markt die richtige Version ausgespielt wird statt einer beliebigen oder gar der falschen.

Als Umsetzungs-Signal des internationalen SEO gehört hreflang zum technischen SEO. hreflang wirkt nur im System, nicht isoliert. Seine Wirkung entfaltet es erst im widerspruchsfreien Zusammenspiel mit Canonical, Sprachauszeichnung und Sitemap.

hreflang, html lang und href sauber unterscheiden

Drei Angaben werden ständig verwechselt, obwohl sie Unterschiedliches leisten:

  • hreflang (im Element <link rel="alternate">) ist das Signal für die Suchmaschine, welche Version für welche Sprache oder Region gilt.
  • Das html lang-Attribut (<html lang="de">) deklariert die Sprache eines Dokuments für Browser und Screenreader. Es dient der Barrierefreiheit und ist kein internationales Ranking-Signal.
  • href ist schlicht die Ziel-URL der jeweiligen Version.

Wer diese Ebenen trennt, vermeidet den verbreiteten Irrtum, ein gesetztes html lang reiche für die internationale Zuordnung aus.

Die drei Implementierungsmethoden

hreflang lässt sich auf drei Wegen angeben, die aus Sicht der Suchmaschine gleichwertig sind. Verwendet wird jeweils genau einer:

Methode Ort Beispiel
HTML-Link im <head> der Seite <link rel="alternate" hreflang="de-at" href="url" />
HTTP-Header in der Server-Antwort Link: <url>; rel="alternate"; hreflang="de-at"
XML-Sitemap im URL-Eintrag <xhtml:link rel="alternate" hreflang="de-at" href="url"/>

Quelle: Google Search Central, Localized versions of your pages.

Für nicht-HTML-Inhalte oder große Websites bieten sich HTTP-Header und XML-Sitemap an, weil sie den Quelltext der einzelnen Seiten nicht aufblähen. An der Wirkung ändert die Methode nichts, wohl aber an der Wartbarkeit.

Die harten Regeln von hreflang

Damit hreflang greift, sind einige Regeln strikt einzuhalten:

  1. Bidirektional und selbstreferenzierend: Jede Sprachversion muss sich selbst und alle anderen Versionen auflisten. Verweisen zwei Seiten nicht wechselseitig aufeinander, werden die Angaben ignoriert. Zeigt Version X auf Version Y, muss Y auf X zurückverweisen.
  2. Korrekte Sprach- und Ländercodes: Der erste Code bezeichnet die Sprache nach ISO 639-1, optional gefolgt von der Region nach ISO 3166-1 Alpha 2, etwa de oder de-AT. Ein Ländercode allein ist nicht zulässig.
  3. Keine erfundenen Codes: Werte wie en-UK, de-EU oder UN sind ungültig. Für das Vereinigte Königreich lautet der korrekte Regionalcode gb.

Verstöße gegen diese Regeln sind der häufigste Grund, warum eine hreflang-Auszeichnung wirkungslos bleibt.

x-default für nicht abgedeckte Märkte

Für Nutzer, deren Sprache oder Region von keiner Version abgedeckt ist, gibt es den reservierten Wert x-default. Er benennt eine Fallback-URL, etwa eine neutrale Sprachauswahl- oder Startseite. Empfohlen ist er als sauberer Rückfall, zwingend jedoch nicht. Die Details behandelt der Artikel zum x-default-Wert.

Kollisions- und Fehlerlandkarte

Die meisten hreflang-Probleme entstehen nicht an der Syntax, sondern an den Konflikten zwischen Signalen:

  • Fehlende oder asymmetrische Rücklinks sind der Klassiker: Listet eine Version die andere nicht zurück, ignoriert die Suchmaschine die Auszeichnung.
  • Falsche Codes wie en-UK oder de-EU machen einzelne Angaben ungültig.
  • Konflikt zwischen Canonical und hreflang: Jede Sprach-URL braucht ein selbstreferenzierendes Canonical auf sich selbst; die Verknüpfung der Sprachen übernimmt allein hreflang. Ein sprachübergreifendes Canonical bricht den gesamten hreflang-Verbund und führt dazu, dass die falsche Sprachversion im Markt erscheint.

Diagnostizieren lässt sich das über die Google Search Console, die bei hreflang- und Canonical-Konflikten entsprechende Statusmeldungen ausgibt, sowie über Prüf-Werkzeuge, die die wechselseitigen Rücklinks validieren.

Häufige Fragen zu hreflang

Muss hreflang immer bidirektional sein?

Ja. Jede Version muss sich selbst und alle anderen auflisten, und die Verweise müssen wechselseitig sein. Fehlt der Rücklink, werden die Angaben ignoriert.

Ist x-default zwingend erforderlich?

Nein. x-default ist empfohlen, um einen definierten Fallback für nicht abgedeckte Sprachen oder Regionen zu haben, aber nicht verpflichtend. Die übrigen hreflang-Regeln gelten unabhängig davon.

Wie teste ich, ob meine hreflang-Angaben korrekt sind?

Über die Google Search Console und spezialisierte Prüf-Werkzeuge, die die Rücklinks und Codes validieren. Nach dem Ausrollen sollte man nicht annehmen, dass alles passt, sondern die wechselseitigen Verweise gegenprüfen.

Unterstützung bei internationaler Auszeichnung

hreflang funktioniert nur, wenn alle Signale zusammenpassen: bidirektionale Rücklinks, korrekte ISO-Codes, ein selbstreferenzierendes Canonical je URL. Widersprechen sie sich, entscheidet die Suchmaschine selbst — und meist nicht so, wie beabsichtigt. mindtwo richtet hreflang, Canonical und Sitemap konsistent aufeinander aus und validiert die Rücklinks nach dem Ausrollen. Angebot anfragen, wenn Ihre Sprachversionen im richtigen Markt erscheinen sollen.

Weiterführende Themen zu hreflang

Können wir weiterhelfen?

Sie haben ein spannendes Projekt und möchten mit uns zusammenarbeiten? Kontaktieren Sie uns jetzt!

Kostenloses Erstgespräch

Zurück zum Lexikon

Digitaler Erfolg? Ein Klick entfernt.

Unser Angebot ist so vielseitig wie die digitale Welt selbst. Von Webentwicklung bis hin zu strategischer Beratung bieten wir Ihnen ein Rundum-Paket für Ihren digitalen Erfolg. Entdecken Sie jetzt Ihre Möglichkeiten.

Alle Leistungen im Überblick

Erstgespräch vereinbaren

Vereinbaren Sie einen unverbindlichen und kostenlosen Beratungstermin und stellen Sie uns Ihr Projekt vor.

Kostenloses Erstgespräch

mindtwo Management