XML-Sitemap (Sitemap im XML-Format für Suchmaschinen)
Wozu dient eine XML-Sitemap?
Eine XML-Sitemap ist eine maschinenlesbare Datei, die einer Suchmaschine die relevanten URLs einer Website in strukturierter Form meldet. Sie folgt dem offenen Sitemap-Protokoll und enthält je Adresse einen Eintrag, ergänzt um optionale Angaben wie das Datum der letzten Änderung. Für Suchmaschinen ist sie das maßgebliche Sitemap-Format.
Als technisches Format ist die XML-Sitemap die konkrete Umsetzung der allgemeinen Sitemap für Suchmaschinen und damit ein Baustein des technischen SEO. Eine XML-Sitemap richtet sich an Suchmaschinen, nicht an Besucher. Für die menschliche Navigation ist die HTML-Variante zuständig.
Aufbau und Grenzen einer XML-Sitemap
Eine XML-Sitemap ist UTF-8-kodiert und umschließt alle Einträge mit einem <urlset>-Element. Jede URL steht in einem <url>-Block, dessen Pflichtangabe die Adresse im <loc>-Element ist; optional kommt das Änderungsdatum im <lastmod>-Element hinzu. Die früher üblichen Angaben zu Änderungsfrequenz und Priorität wertet Google nicht aus:
<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<urlset xmlns="http://www.sitemaps.org/schemas/sitemap/0.9">
<url>
<loc>https://www.beispiel.de/</loc>
<lastmod>2026-07-31</lastmod>
</url>
<url>
<loc>https://www.beispiel.de/leistungen</loc>
<lastmod>2026-07-15</lastmod>
</url>
</urlset>
Es gelten klare Grenzen: höchstens 50.000 URLs je Datei und maximal 50 MB im unkomprimierten Zustand. Größere Websites teilen ihre URLs deshalb auf mehrere XML-Sitemaps auf und bündeln sie über eine Index-Sitemap. Zusätzlich lässt sich eine XML-Sitemap per gzip komprimieren, ohne dass die Grenzwerte für den unkomprimierten Inhalt entfallen.
Aufgenommen werden ausschließlich indexierbare Ziel-URLs. Adressen, die per Noindex ausgeschlossen sind oder per Canonical auf eine andere URL verweisen, senden widersprüchliche Signale und gehören nicht hinein. Bekannt gemacht wird die Datei über die Google Search Console oder eine Sitemap:-Zeile in der robots.txt.
Was Betreiber zur XML-Sitemap oft fragen
Worin unterscheidet sie sich von einer HTML-Sitemap? Die XML-Sitemap ist ein maschinenlesbares Format für Suchmaschinen und meldet URLs samt Metadaten. Die HTML-Sitemap ist eine verlinkte Übersichtsseite für Besucher und dient der Navigation. Beide können parallel existieren, erfüllen aber unterschiedliche Zwecke.
Wie viele URLs darf sie enthalten? Maximal 50.000 und 50 MB unkomprimiert je Datei. Wer mehr URLs hat, verteilt sie auf mehrere XML-Sitemaps und fasst diese in einer Index-Sitemap zusammen.
Sorgt eine XML-Sitemap dafür, dass alle URLs indexiert werden? Nein. Sie unterstützt das Auffinden der URLs, erzwingt aber keine Aufnahme in den Index. Ob eine URL indexiert wird, entscheidet sich anhand von Qualität und weiteren Signalen.
Unterstützung bei der XML-Sitemap
Ob eine XML-Sitemap die richtigen URLs meldet und keine weitergeleiteten oder ausgeschlossenen Adressen enthält, zeigt sich meist erst im Abgleich mit der Indexsteuerung. Sie hilft beim Entdecken, ersetzt aber weder gute interne Verlinkung noch entscheidet sie über die Indexierung. mindtwo richtet Sitemaps so ein, dass sie die tatsächlich relevanten URLs sauber abbilden. Angebot anfragen, wenn Ihre Website vollständig erfasst werden soll.
Weiterführende Themen zur XML-Sitemap
- Der übergeordnete Begriff und alle Sitemap-Typen: die Sitemap
- Viele Sitemaps unter einem Einstiegspunkt bündeln: die Index-Sitemap
- Wie Suchmaschinen Seiten entdecken: das Crawling
- Wie sich Crawling gezielt steuern lässt: die robots.txt
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