Inhaltsverzeichnis
- Ein Link, der nicht als Empfehlung gelten soll
- Drei Werte, drei Einsatzfälle: nofollow, sponsored, ugc
- Hinweis statt Befehl: wie Suchmaschinen nofollow behandeln
- Link, Meta-Robots-Tag, noindex: drei Dinge, die oft verwechselt werden
- Häufige Fragen zu nofollow
- Was ist ein Follow- bzw. Dofollow-Link?
- Muss man rel="dofollow" setzen?
- Müssen Affiliate-Links nofollow sein?
- Ist ein nofollow-Backlink wertlos?
- Sollten interne Links auf nofollow gesetzt werden?
- Kennzeichnen, nicht sperren
- Mehr zu Links und Indexsteuerung
Nofollow (rel="nofollow", Linkkennzeichnung)
Ein Link, der nicht als Empfehlung gelten soll
Ein Kommentar unter einem Blogbeitrag verlinkt auf einen Onlineshop, ein Advertorial auf die Website des Auftraggebers. Beide Links sind legitim, aber keiner davon ist eine redaktionelle Empfehlung. Für genau diese Fälle gibt es nofollow.
Nofollow ist ein Wert des rel-Attributs, mit dem ein Link als nicht empfehlend gekennzeichnet wird. Er signalisiert Suchmaschinen, dass die eigene Website nicht mit dem Linkziel in Verbindung gebracht werden möchte und das Ziel nicht über diesen Link gecrawlt werden soll. Google wertet die Kennzeichnung heute als Hinweis, nicht als zwingende Anweisung.
Im Code sieht ein solcher Link so aus:
<a href="https://www.beispiel.de/" rel="nofollow">Beispiel-Website</a>
Nofollow gehört zu einer kleinen Familie von rel-Werten, die bezahlte, nutzergenerierte und nicht empfohlene Verweise unterscheidbar machen. Sie korrekt einzusetzen, ist ein Baustein im technischen SEO und zugleich ein Thema des Off-Page-SEO, weil es den Umgang mit ausgehenden und eingehenden Links regelt.
Drei Werte, drei Einsatzfälle: nofollow, sponsored, ugc
Seit 2019 gibt es neben nofollow zwei spezifischere Werte. Google empfiehlt, den jeweils passendsten zu verwenden:
| Wert | Einsatzfall | Hinweis |
|---|---|---|
sponsored |
Werbung und bezahlte Platzierungen (dazu zählen auch vergütete Affiliate-Links) | bevorzugte Kennzeichnung für bezahlte Links |
ugc |
nutzergenerierte Inhalte wie Kommentare und Forenbeiträge | empfohlen für Links, die nicht von der Redaktion stammen |
nofollow |
alle Fälle, in denen die anderen Werte nicht passen und keine Verbindung zum Ziel gewünscht ist | für bezahlte Links weiterhin zulässig |
Quelle: Google Search Central, ausgehende Links qualifizieren; Affiliate-Zuordnung redaktionell.
Kombinieren lassen sich die Werte ebenfalls, getrennt durch Leerzeichen oder Komma, etwa rel="ugc nofollow". Gewöhnliche redaktionelle Links brauchen kein rel-Attribut. Gekennzeichnet werden nur Links, die keine echte Empfehlung sind.
Am meisten hängt an der Kennzeichnung bei bezahlten Links. Google erlaubt Werbung mit Links ausdrücklich, sofern sie mit rel="sponsored" oder rel="nofollow" markiert ist. Fehlt die Kennzeichnung, gilt der gekaufte Link als Link-Spam und kann neutralisiert oder manuell geahndet werden. Das betrifft etwa Advertorials und Produktkooperationen. Auch Affiliate-Links sind nach Googles Spam-Richtlinien nur dann kein Verstoß, wenn sie angemessen behandelt werden.
Hinweis statt Befehl: wie Suchmaschinen nofollow behandeln
Ursprünglich galt nofollow als Anweisung, einem Link nicht zu folgen und ihn nicht zu werten. Mit der Einführung von sponsored und ugc im Jahr 2019 hat Google die Logik geändert: Seitdem behandelt Google alle drei Werte als Hinweise, seit März 2020 auch für Crawling und Indexierung. Die Suchmaschine entscheidet also selbst, wie sie einen so gekennzeichneten Link berücksichtigt.
Praktisch heißt das: Links mit diesen Werten werden in der Regel nicht verfolgt. Die verlinkte URL kann trotzdem gecrawlt und indexiert werden, sobald die Suchmaschine sie auf anderem Weg findet, etwa über eine XML-Sitemap oder Links anderer Websites. Nofollow ist kein Werkzeug, um eine URL aus dem Index herauszuhalten.
Eine Einschränkung betrifft die Messung. Der Links-Bericht der Google Search Console weist nicht aus, ob ein eingehender Link mit nofollow gekennzeichnet ist. Wer das wissen will, muss den Quelltext der verlinkenden URL prüfen.
Link, Meta-Robots-Tag, noindex: drei Dinge, die oft verwechselt werden
Im Alltag geraten drei Werkzeuge durcheinander, die unterschiedlich wirken:
rel="nofollow"am einzelnen Link betrifft genau diesen einen Verweis.- Der Wert
nofollowim Meta-Robots-Tag gilt für alle Links einer URL:<meta name="robots" content="nofollow">bedeutet, dass keinem Link auf dieser URL gefolgt werden soll. Steht ein solcher Wert in einem Template, kann er versehentlich ganze Bereiche einer Website von der internen Verlinkung abschneiden. - Noindex hat mit Links nichts zu tun. Der Wert steuert, ob eine URL in den Index aufgenommen wird – wer eine Seite aus den Suchergebnissen halten will, ist dort richtig, nicht bei nofollow.
Für interne Links empfiehlt Google kein nofollow. Inhalte der eigenen Website, die nicht gecrawlt werden sollen, steuern Sie über eine Disallow-Anweisung in der robots.txt. Ausgehende Links sollten nur dann nofollow erhalten, wenn Sie der Quelle nicht vertrauen – nicht pauschal jeder externe Verweis. Als Faustregel: Aus dem Index → noindex. Nicht crawlen → robots.txt. Link nicht empfehlen oder als Werbung kennzeichnen → rel-Wert.
Häufige Fragen zu nofollow
Was ist ein Follow- bzw. Dofollow-Link?
Ein Follow-Link ist ein gewöhnlicher Link ohne einschränkenden rel-Wert. Er ist der Standardfall, dem Suchmaschinen folgen können. „Dofollow" ist ein Begriff aus dem SEO-Jargon für genau diesen Normalfall, kein eigenes technisches Attribut.
Muss man rel="dofollow" setzen?
Nein. Ein Wert „dofollow" existiert nicht und wird von Suchmaschinen nicht ausgewertet. Für normale Links ist kein rel-Attribut nötig. Gekaufte Follow-Links zu Rankingzwecken verstoßen zudem gegen Googles Spam-Richtlinien.
Müssen Affiliate-Links nofollow sein?
Affiliate-Links sind vergütete Links. Für bezahlte Links nennt Google rel="sponsored" als passenden Wert; rel="nofollow" ist ebenfalls zulässig.
Ist ein nofollow-Backlink wertlos?
Nicht unbedingt. Er kann Besuche und Bekanntheit bringen, und da nofollow als Hinweis gilt, entscheidet die Suchmaschine selbst über seine Berücksichtigung. Als planbares Rankingsignal taugt er jedoch nicht.
Sollten interne Links auf nofollow gesetzt werden?
In der Regel nicht. Was nicht gecrawlt werden soll, wird über die robots.txt gesteuert; was nicht in den Index soll, über noindex.
Kennzeichnen, nicht sperren
Nofollow, sponsored und ugc beschreiben die Art eines Links und sind für Suchmaschinen Hinweise. Sicher verhindern sie weder das Crawling noch die Indexierung des Ziels. Wer Links bezahlt, kennzeichnet sie; wer Inhalte aus dem Index halten will, nutzt noindex. Ein falsch gesetzter Meta-Robots-Wert im Template oder ungekennzeichnete Kooperationslinks fallen im Alltag selten auf, haben aber spürbare Folgen. mindtwo prüft Linkkennzeichnungen, Templates und Indexierungssignale im Zusammenhang und sorgt dafür, dass jedes Werkzeug seinen Zweck erfüllt. Angebot anfragen, wenn Ihre Website Links und Indexierung sauber steuern soll.
Mehr zu Links und Indexsteuerung
- Der verlinkte Verweis von außen: der Backlink
- Alle externen Signale im Überblick: Off-Page-SEO
- URLs gezielt aus dem Index halten: noindex
- Crawling für eigene Bereiche steuern: die robots.txt
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